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Grafikkarten Rangliste

Grafikkarten Rangliste 2017 für Desktop-PCs

Eine für die eigenen Bedürfnisse passende Grafikkarte von AMD oder Nvidia zu finden ist fast so schwer wie der Kauf einer gut sitzenden Hose. Es gibt viele verwirrende Größenangaben, die Auswahl ist gigantisch und dann gibt es das ganze Angebot auch noch in verschiedenen Farben, Formen und Extras.

Wir bringen mit unserer nach der Spieleleistung sortierten Top-50-Liste Licht ins Dunkel. Dabei gilt, dass wir zwar einige ältere Karten in der Tabelle haben, diese aber auch noch zu sinnvollen Preisen im Handel verfügbar sein müssen. Einige Dual-GPU-Modelle älterer Bauart haben wir ignoriert, da die Verfügbarkeit und Preise jeden sinnvollen Rahmen sprengen. Generell gilt: Die Top-25 unserer Liste eignet sich uneingeschränkt für aktuelle Spiele in der Auflösung 1920 x 1080 (FullHD). Je weiter hinten die Karte steht, desto mehr Details werden Sie deaktivieren müssen. Mit den schnellsten fünf Karten der Liste hingegen lässt sich auch die 4K-Auflösung moderner Fernseher und Monitore adäquat nutzen.

Euer Fachredakteur und Zocker aus Leidenschaft

Dennis Ziesecke ist tätig als freier Autor für GamersGlobal, Webedia (Gamestar Print, Gamestar Online), Computerbase.de und viele andere bekannte Hardware-Magazine. Gründer und Redakteur von VictoryPoint, der etwas anderen Seite des Internet. Vater von einem wundervollen Sohn und einer nicht minder wundervollen Tochter.

Rang Bezeichnung Shader Taktraten (Turbo) Speicher TDP DirectX Anbieter
1 Nvidia Geforce GTX 1080 2560 1607 (1785) Mhz 8192 MB GDDR5X 180 Watt DX12.1
2 Nvidia Titan X 3072 1002 (1152) Mhz 12288 MB GDDR5 250 Watt DX12.1
3 Nvidia Geforce GTX 980 Ti 2816 1000 (1202) Mhz 8192 MB GDDR5 250 Watt DX12.1
4 AMD Radeon R9 Fury X 2x 4096 1050 Mhz 2x 4096 GB HBM 275 Watt DX12
5 Nvidia Geforce GTX 1070 1920 1506 (1785) Mhz 8192 MB GDDR5 150 Watt DX12.1
6 AMD Radeon R9 Fury 3584 1000 Mhz 4096 MB HBM 175 Watt DX12
7 Nvidia Geforce GTX 980 2048 1126 (1240) Mhz 4096 MB GDDR5 165 Watt DX12.1
8 AMD Radeon R9 Nano 4096 1000 Mhz 4096 MB HBM 175 Watt DX12
9 AMD Radeon R9 390X 2816 1050 Mhz 8192 MB GDDR5 275 Watt DX12
10 Nvidia Geforce GTX 970 1664 1050 Mhz 4096 MB GDDR5 145 Watt DX12.1
11 Nvidia Geforce GTX 780 Ti 2880 875 Mhz 3072 MB GDDR5 250 Watt DX11.2
12 AMD Radeon R9 290X 2816 1000 Mhz 4096 MB GDDR5 250 Watt DX11.2
13 Nvidia Geforce Titan 2688 837 Mhz 6144 MB GDDR5 250 Watt DX11
14 AMD Radeon R9 390 2560 1000 Mhz 8192 MB GDDR5 275 Watt DX11.2
15 AMD Radeon R9 290 2560 947 Mhz 4096 MB GDDR5 250 Watt DX11.2
16 Nvidia Geforce GTX 780 2304 863 Mhz 3072 MB GDDR5 250 Watt DX11
17 Nvidia Geforce GTX 770 1536 1046 Mhz 2048 MB GDDR5 230 Watt DX11
18 AMD Radeon R9 380X 2048 970 Mhz 4096 MB GDDR5 200 Watt DX12
19 AMD Radeon 7970 Ghz-Edition 2048 1000 Mhz 3072 MB GDDR5 250 Watt DX11.1
20 AMD Radeon R9 280X 2048 850 Mhz 3072 MB GDDR5 250 Watt DX11.2
21 AMD Radeon R9 380 1792 970 Mhz 4096 MB GDDR5 190 Watt DX12
22 Nvidia Geforce GTX 960 1024 1127 Mhz 4096 MB GDDR5 120 Watt DX12
23 Nvidia Geforce GTX 680 1536 1006 Mhz 2048 MB GDDR5 195 Watt DX11
24 AMD Radeon R9 285 1792 918 Mhz 2048 MB GDDR5 190 Watt DX12
25 AMD Radeon HD 7970 2048 925 Mhz 3072 MB GDDR5 250 Watt DX11.1
26 AMD Radeon R9 270X 1280 1000 Mhz 4096 MB GDDR5 180 Watt DX11.2
27 Geforce GTX 670 1344 915 Mhz 2048 MB GDDR5 170 Watt DX11
28 AMD Radeon R9 280 1792 933 Mhz 3072 MB GDDR5 200 Watt DX11.2
29 AMD Radeon 7950 Boost 1792 850 Mhz 3072 MB GDDR5 200 Watt DX11.1
30 Nvidia Geforce GTX 760 1152 980 Mhz 2048 MB GDDR5 170 Watt DX11
31 AMD Radeon 7950 1792 800 Mhz 3072 MB GDDR5 200 Watt DX11.1
32 AMD Radeon 7870 Boost 1536 925 Mhz 2048 MB GDDR5 188 Watt DX11.1
32 Nvidia Geforce GTX 950 768 1024 Mhz 2048 MB GDDR5 90 Watt DX12
33 Geforce GTX 660 Ti 1344 915 Mhz 2048 MB GDDR5 150 Watt DX11
34 AMD Radeon R7 370 1024 950 Mhz 4096 MB GDDR5 110 Watt DX12
35 Nvidia Geforce GTX 580 512 722 (1544) Mhz 1536 MB GDDR5 244 Watt DX11
36 AMD Radeon R9 270 1280 925 Mhz 2048 MB GDDR5 150 Watt DX11.2
37 AMD Radeon HD 7870 1280 1000 Mhz 2048 MB GDDR5 175 Watt DX11.1
38 Nvidia Geforce GTX 660 960 980 Mhz 2048 MB GDDR5 140 Watt DX11
39 AMD Radeon HD 6970 1536 880 Mhz 2048 MB GDDR5 248 Watt DX11
40 AMD Radeon R7 265 1024 925 Mhz 2048 MB GDDR5 150 Watt DX11.2
41 Nvidia Geforce GTX 570 480 732 (1464) Mhz 1280 MB GDDR5 219 Watt DX11
42 Nvidia Geforce GTX 560 Ti (448) 448 732 (1464) Mhz 1280 MB GDDR5 210 Watt DX11
43 AMD Radeon HD 7850 1024 860 Mhz 2048 MB GDDR5 130 Watt DX11.1
44 Nvidia Geforce GTX 750 Ti 640 1020 Mhz 2048 MB GDDR5 60 Watt DX11.2
45 Nvidia Geforce GTX 650 Ti Boost 768 980 Mhz 2048 MB GDDR5 140 Watt DX11
46 AMD R7 360 768 1000 Mhz 2048 MB GDDR5 100 Watt DX12
47 AMD R7 260X 896 1000 Mhz 4096 MB GDDR5 115 Watt DX11.2
48 Nvidia Geforce GTX 750 512 1020 Mhz 1024 MB GDDR5 55 Watt DX11.2
49 Nvidia Geforce GTX 480 480 700 (1401) Mhz 1536 MB GDDR5 295 Watt DX11
50 AMD Radeon HD 7790 896 950 Mhz 1024 MB GDDR5 85 Watt DX11.1

Worauf soll ich beim Grafikkartenkauf achten und wie hilft mir eine Grafikkarten Rangliste?

Auch wenn es unzählige Grafikkartenhersteller zu geben scheint, die grundlegende GPU-Technik stammt entweder von AMD oder von Nvidia. In den letzten Jahren zeigte sich, dass AMD-Grafikkarten immer etwas langsamer arbeiteten als Modelle von Nvidia – und dazu noch etwas mehr Strom verbrauchten. Mit jeder neuen Grafikkartengeneration kann sich dieses Mächtespiel aber wieder ändern, so dass es sich lohnt, ab und zu unsere Top-50-Liste zu konsultieren.

Zudem benötigt nicht jeder PC-Spieler zwingend das schnellste Modell, das natürlich auch einen entsprechenden Preis hat. Wer nicht auf die Darstellung maximaler Details angewiesen ist kann mit einer günstigeren Karte aus dem Listen-Mittelfeld viel Geld sparen. Selbst Karten der letzten Tabellenplätze eignen sich für die meisten aktuellen Spiele, wenngleich unter Umständen mit weniger Details. Ein nicht unwichtiger Indikator ist da mittlerweile auch der Grafikkarten-Speicher geworden: GDDR5-Speicher sollte eine Gamer-Grafikkarte schon bieten, doch auch die Menge ist interessant geworden. Spiele wie Doom oder Just Cause 3 laufen zwar auf Karten mit weniger als 2048 MB VRAM, flüssige Bildraten lassen sich aber nur in sehr niedrigen Auflösungen und Detailstufen erreichen – wenn überhaupt. Für aktuelle Spiele gilt mittlerweile schon eher eine Speicherbestückung mit mindestens 4096 MB als sinnvoll. Dazu gilt: Je höher die genutzte Auflösung und die gewünschte Stufe der Kantenglättung, desto größer wird der Speicherbedarf. Für VR und 4K sind sogar 8192 MB empfehlenswert. Mehr Speicher bedeutet vor allem bei sehr preiswerten Grafikkarten aber nicht unbedingt auch mehr Leistung. Ist der Grafikchip zu langsam und ein Spiel flüssig zu berechnen, bringt auch ein gigantischer Grafikspeicher nichts. Generell gilt: Karten für weniger als 100 Euro profitieren nicht von der Speicherausstattung teurer Topmodelle. Ist ein großer Speicher ohne sichtlichen Aufpreis vorhanden, lohnt ein Blick auf den Speichertyp. Immer wieder verbauen Hersteller mehr Speicher, der dann aber deutlich langsamer angebunden ist (geringerer Takt, DDR3 statt GDDR5) und damit die Karte unnötig verlangsamt anstatt sie zu beschleunigen.

Stromverbrauch und DirectX als Faktor der Grafikkarten Rangliste

Neben einer guten Leistung ist auch ein möglichst geringer Stromverbrauch nicht unerheblich. Energiesparende Karten belasten nicht nur die Stromrechnung weniger stark, sie lassen sich auch leiser kühlen. Waren vor einigen Jahren Topmodelle mit 250 bis 300 Watt recht anspruchsvoll, gilt seit einiger Zeit der Trend zur energiesparenden Grafikkarte. Auch der technische Sprung bei der Fertigung (von 28 auf 14/16 nm Strukturbreite) ermöglicht schnelle Karten mit geringer Energieaufnahme. Zum Vergleich: Die 180 Watt, die eine Geforce GTX 1080 benötigt, verbrauchte die Mittelklassekarte GTX 460 vor einigen Jahren ebenfalls – bei deutlich geringerer Grafikleistung. Zwei GTX 1070 kommen zusammen auf den Stromverbrauch einer Highend-Grafikkarte des Jahres 2013.

Um eine gewisse Zukunftssicherheit zu gewährleisten ist zudem die Menge des verbauten Grafikspeichers (je mehr desto besser..) als auch das unterstützte Funktionslevel von DirectX relevant. Windows 10 bringt mit DirectX12 eine Grafikschnittstelle mit sich, die in Zukunft von vielen Spielen nicht nur unterstützt sondern mittelfristig auch vorausgesetzt werden wird. Grundfunktionen von DirectX12 bringen allerdings bereits Karten mit DX11.2 mit sich, so dass entsprechende Spiele zumindest starten werden – wenn auch unter Umständen mit weniger Details.

Wird der PC hingegen nur für einfache Büroarbeiten und Internet genutzt, ist heutzutage keine dedizierte Grafikkarte mehr erforderlich. Die meisten modernen Prozessoren von Intel und AMD bringen bereits eine ausreichend leistungsfähige integrierte GPU mit sich. In niedrigeren Auflösungen wie 1366 x 768 lässt sich mit den sogenannten APUs von AMD sogar noch passabel spielen. Intel pflegt seine Treiber weniger gewissenhaft, weshalb Spiele auf Intel-HD-Grafikchips nicht immer problemlos starten, zudem bieten die meisten Intel-Grafiklösungen weniger Leistung als die AMD-Pendants.

Moderne und grafisch anspruchsvolle Spiele hingegen fordern die Grafikkarte sehr stark. Die Top-5-Grafikkarten unserer Liste langweilen sich mit Spielen in der FullHD-Auflösung hingegen schon fast, sie sind für 1440p oder noch höhere Auflösungen geschaffen. Ebenfalls beeindruckende Anforderungen an die Grafikkarte haben VR-Brillen wie Oculus Rift, HTC Vive oder Razer OSVR – hier kommen mitunter größere Datenmengen als beim Spielen in 4K zusammen. VR-Spieler sollten daher auf moderne DX12-Grafikchips setzen – Nvidias GTX 1070 und 1080 beispielsweise bieten nicht nur eine beeindruckende Performance, sie verfügen auch über einige Features, um virtuelle Realitäten effektiver berechnen zu können.

Die Hardware richtig mit der Grafikkarte kombinieren

Nicht nur die Grafikkarte bestimmt den Wow-Effekt bei Spielen. Der schnellste Grafikbeschleuniger bringt nur wenig, wenn der Prozessor die Daten nicht in ausreichender Geschwindigkeit liefern kann oder der Arbeitsspeicher chronisch überlastet ist.

Prozessoren mit nur zwei Rechenkernen gehören nicht mehr in Spiele-Rechner. Zwar laufen viele ältere Spiele noch sehr gut mit DualCores wie Intels Core i3 oder der noch langsameren Pentium-Reihe, moderne Titel hingegen profitieren stark von vier oder mehr Rechenkernen. Auch DirectX sorgt hier für eine bessere Kern-Nutzung indem mehr Rechenkerne beschäftigt werden können.

So gewinnen auch AMDs einst als Einstiegsklasse deklassierten FX-6xx0-Prozessoren unter DirectX12 (und dem ähnlich aufgebauten Vulcan) zunehmend an Leistung während Dualcores wie der i3 mit jedem Tag schlechter abschneiden. Für Sparfüchse eignet sich daher ein FX-6300 von AMD sehr gut, auch in Verbindung mit Grafikkarten aus der 300-Euro-Preisklasse. Deutlich flotter hingegen arbeiten Intels Core-i-Prozessoren, die im Desktop ab dem i5 auch vier vollwertige Rechenkerne mitbringen. Vor allem schnelle Grafikkarten und Spieler von rechenlastigen Genres wie Strategie freuen sich über das deutliche „mehr“ an Rechenleistung.

Als Arbeitsspeicher stehen DDR3 und DDR4 zur Verfügung. Keine Sorge, der Unterschied in der reinen Leistung ist zu vernachlässigen. DDR4-Speicher, wie ihn Intel ab der Skylake-Prozessorgeneration und AMD ab Zen nutzen, lässt sich aber energiesparender und mit höheren Taktfrequenzen nutzen. Die beiden Speichertypen sind mechanisch inkompatibel, so dass beim Kauf des Mainboards auch der zu kaufende Speicher fest steht. DDR4 auf einem DDR3-Board nachrüsten ist üblicherweise nicht möglich.

Keine Auswirkungen auf die Frameraten im Spiel hat hingegen der Einbau einer SSD als Datenträger. Dafür belohnt das Flash-Laufwerk den Nutzer mit einer sehr angenehmen Arbeitsgeschwindigkeit und mit niedrigeren Ladezeiten zwischen den Spiel-Levels. Auf eine SSD für das Betriebssystem und oft genutzte Anwendungen sollte kein PC-Nutzer mehr verzichten, mindestens 256 Gigabyte sollte das Laufwerk allerdings bieten, besser sind 480/512 GB. Für platzhungrige Spiele bietet sich zusätzlich eine Festplatte an, da diese deutlich größere Kapazitäten aufweisen.

Aufgrund immer effizienterer GPU-Fertigungen ist die Wahl eines passenden Netzteils recht einfach geworden. Netzteile mit mehr als 500 Watt benötigt mittlerweile kaum ein Spieler mehr, Bürocomputer kommen sogar mit weniger als 100 Watt aus. Ein PC mit Intels Core i7-6700K, 16 Gigabyte RAM und einer Nvidia Geforce GTX 1080 wird auch unter Last keine 400 Watt benötigen – ein wenig Puffer eingerechnet sollte also fast jeder Single-GPU-Gamer mit einem Markennetzteil mit 450-500 Watt problemlos spielen können. Vorsicht: Das gilt nicht für preiswerte NoName-Netzteile, die mit fantastischen Wattzahlen werben – solche und sogar deutlich geringere Lasten halten viele dieser Netzteile nur für wenige Sekunden aus bevor sie sich mit einem Knall verabschieden und mitunter die teure PC-Hardware ruinieren.

Steckplatz für die Grafikkarte

Im Gegensatz zur PC-Frühzeit gibt es heute kaum noch Kompatibilitätsprobleme beim Kauf einer neuen Grafikkarte. Wo früher ISA, Local Bus, AGP und PCI für Verwirrung sorgten, dominiert heute fast ausschließlich PCI Express, kurz PCIe. Die verschiedenen PCIe-Generationen (PCIe 2.0, 3.0) geben Hinweise auf die Übertragungsgeschwindigkeiten. Im Alltag sind diese aber zu vernachlässigen und eine für PCIe 3.0 entwickelte Grafikkarte läuft auch in einem 2.0-Steckplatz ohne spürbare Geschwindigkeitsnachteile. Anders herum ist es ebenfalls kompatibel: Älter Karten für PCIe 1.0 oder 2.0 funktionieren auch in 3.0-Steckplätzen.

Der Steckplatz selbst liefert der Grafikkarte maximal 75 Watt elektrischer Energie. Das reicht nur für Einstiegskarten, in den meisten Fällen muss die Grafikkarte also auch noch mit einem zusätzlichen Stromanschluss vom Netzteil versehen werden. Diese 6- oder 8-poligen Stecker bieten die meisten Markennetzteile serienmäßig, bei älteren Stromspendern kann aber auf eine Adapterlösung zurückgegriffen werden.

Knifflig ist vor allem bei kleinen Computergehäusen allerdings die Platzfrage: Einige Highend-Grafikkarten werden mittels gigantischer Kühlerkonstruktionen auf Temperatur gehalten, so dass ein bis zwei Steckplätze unter der Grafikkarte vom Kühler belegt werden und nicht mehr für Erweiterungskarten zur Verfügung stehen. Und auch in der Länge muss es passen, einige Gehäuse vertragen sich mit sehr langen Karten nicht, da diese an eventuell vorhandene Festplattenkäfige stoßen würde. Hier gilt es vor dem Kauf die Angaben des Grafikkartenherstellers mit dem verfügbaren Platz abzugleichen.

Sonderfall Notebook: Die Grafikkarten Rangliste für Notebooks

Während ein Desktop-Gehäuse üblicherweise genug Platz für die Abwärme der stärksten Grafikkarten bietet, sieht es im Notebook etwas enger aus. Selbst sehr kleine Desktop-Grafikkarten wie AMDs Fury Nano sprengen in Punkto Stromverbrauch und Abwärme die Möglichkeiten eines mobilen Gehäuses. Besonders interessant sind daher Notebooks mit den neuen 14/16-nm-Chips von Nvidia und AMD, Pascal und Polaris. Diese benötigen besonders wenig Energie und bieten so viel Leistung auf kleinstem Platz.

Notebook-GPUs sind nur selten gesteckt (und dann meist im MXM-Format) sondern meistens fest eingelötet und daher nicht oder nur schwer zu wechseln. Beim Kauf eines Gaming-Notebooks gab es daher lange Zeit keine Aufrüstmöglichkeit für schnellere Grafikbeschleuniger. Das hat sich mit USB 3.1 und Thunderbolt geändert: Über eine sehr schnelle externe Verbindung lassen sich Boxen mit Einbauschächten für Desktop-Grafikkarten an moderne Notebooks anschließen. Diese externen GPUs sind zwar sehr teuer und zudem etwas langsamer angebunden als intern verbaute Grafikchips, bieten aber eine gute Option auf Zukunftssicherheit. Außerdem ermöglichen sie ein spannendes Konzept: Das leichte Reise-Ultrabook, das erst am heimischen Monitor den Spiele-Nachbrenner zündet und dort entsprechend mehr Strom aufnehmen darf. Bereits kurz nach der Vorstellung von Nvidia GTX 1080 wurde zudem ein Monitor mit fest eingebauter GTX 1080-Grafikkarte vorgestellt – hier entfällt sogar die Beschleuniger-Box.

Im Notebook regiert der Doppelkern

An die Prozessorleistung ausgewachsener Desktop-Rechner gelangen Notebooks nur selten – auch das hat mit dem Energiebedarf der Prozessoren zu tun. Die meisten handlichen Notebooks werden mit einem Doppelkernprozessor von Intel ausgeliefert. Seltener sind AMD-Prozessoren, da aktuelle AMD-Chips viel Energie aufnehmen und vergleichsweise langsam arbeiten – trotz ihrer vier Rechenkerne, die nicht über eine schwache Gesamtleistung hinwegtäuschen sollten. Schneller rechnen Intels Core i5-Prozessoren, schnelle Dualcores sind dank Hyperthreading (das die Kerne virtuell verdoppelt um die Effizienz zu erhöhen) auch noch in der Lage aktuelle Spiele zu starten, die vier Kerne voraussetzen. Nur die Gesamtleistung fällt gegenüber dem Desktop-Prozessor ab. Besser geeignet sind daher echte Quadcores, die allerdings nicht in den günstigen Notebooks stecken.

Da gamingtaugliche Komponenten auch in ihrer mobilen Version vergleichsweise viel Strom verbrauchen und Wärme erzeugen finden sich die schnellsten Bauteile meist in Notebooks mit 17 Zoll großen Displays und entsprechend unhandlichen Gehäusen. VR-Spieler aufgepasst: Nutzt das Notebook eine dynamische Umschaltung zwischen dedizierter und integrierter Grafiklösung (Nvidia Optimus beispielsweise), steigen die Latenzen für die VR-Wiedergabe stark an. Das kann zu Übelkeit führen und beeinträchtigt das Spielvergnügen. Ohne Optimus hingegen hält der Notebookakku auch ohne Grafiklast deutlich weniger lange durch.

Wenigen Herstellern wie Dell oder Razer gelingt das Kunststück eines wirklich mobilen aber dennoch spieletauglichen Notebooks. Nur 14 Zoll messen die UHD-Bildschirme von Razers Edge-Notebook, dazu verbaut der Hersteller einen schneller Intel-Quadcore und eine flotte Geforce-Grafiklösung auf engstem Raum. Das hat seinen Preis, Kompromisse bei der Gehäusegröße und dem Gewicht sparen bares Geld.

Eine Besonderheit gilt bei Nvidia Notebook-Topmodell GTX 980. Dieser Grafikchip existiert in zwei Varianten, als GTX 980M und als GTX 980. Letzterer entspricht bis auf Details der schnellen Desktop-Version, leistet also bei moderat höherem Stromverbrauch teils deutlich mehr als die M-Variante. Ebenfalls interessant: Der GTX 980 (NB, Notebook) kann bis zu 8 GB GDDR5-Speicher ansprechen, die GTX 980M ist auf maximal 4 GB limitiert.

Vor allem in für professionelle Anwendungen vorgesehenen Notebooks finden sich statt der bekannten Geforce- oder Radeon-Chips auch Quadro und FirePro. Dabei handelt es sich im Grund um Geforce- und Radeon-Chips, deren Treiber allerdings spezielle Funktionen beispielsweise für CAD-Anwendungen freischalten. Für Gamer rechnet sich der Aufpreis zu einer in der Leistung sonst identischen Quadro oder FirePro generell nicht.

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